Die
sächsische Schweiz
im Herbst

Man muss nicht weit fliegen um sich erholen zu können. Deutschland hat wunderschöne Ecken… so auch die sächsische Schweiz die nur 1,5 Stunden Autofahrt von Leipzig entfernt ist. 

An einem Wochenende im Oktober 2019 zog es mich spontan in die sächsische Schweiz. Schon seit Jahren nahm ich mir einen Ausflug zum Elbsandsteingebirge vor.

Ich dachte mir zur Laubfärbung wäre ein geeigneter Zeitpunkt und wurde nicht enttäuscht 😉

 

„EINE KLEINE REISE IST GENUG, UM UNS DIE WELT ZU ERNEUERN.“

– MARCEL PROUST –

 

Da das Hauptaugenmerk auf wandern lag, war eine „luxuriöse“ Unterkunft eher zweitrangig. Deswegen mietete ich mich im 4lions Hostel in Königstein ein. Diese war nur unweit von der Festung Königstein entfernt und ein absolutes Schnäppchen für eine Nacht. Die Unterkunft war sauber und der Besitzer Sven sehr freundlich und hilfsbereit. Ein wirklich guter Ausgangspunkt um die sächsische Schweiz zu erkunden!

Mein erstes Ziel war die Basteibrücke in Rathen. Ich stellte mein Auto auf einen Parkplatz nahes des Berges Gamrig ab und wanderte los. Natürlich habe ich mir die Aussicht des 253 m hohen Berges nicht entgehen lassen. Vom Gamrig hat man einen fabelhaften Blick über das Elbtal, der Stadt Wehlen, über Lilienstein und Festung Königstein , bis hin zum Zirkelstein und den Schrammsteinen.

An der einen Seite des Gamrig befindet sich die „Gamrighöhle. Es ist eine Halbhöhle zwischen zwei Sandsteinschichten. Durch Sandsteingewinnung wurde die Höhle erweitert und reicht heute über 20 Meter tief in den Felsen hinein. 

 

Nach dem ersten Aufstieg zog es mich weiter nach Rathen, von wo ich den Weg zur Basteibrücke auf mich nahm. Eine gute halbe Stunde wanderte ich bis zum Ausflugsziel. Die Bastei war gut besucht. Von hier aus genießt man einen herrlichen Blick. Nach einer kurzen Verschnaufpause und unzähligen Fotos später trat ich den Weg zurück nach Rathen an und genoss später den Abend entspannt im Hostel…

ÜBER DIE GRENZE IN DIE BÖHMISCHE SCHWEIZ…

Am nächsten Morgen zog es mich auf die tschechische Seite der sächsisch-böhmischen Schweiz. Um genau zu sein nach Hrensko. Die Gemeinde liegt kurz hinter der deutschen Grenze und ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung durch die Edmundsklamm. Vom Parkplatz läuft man einen wundervollen Weg entlang des Flusses Kamnitz.  Nach fast 2 Kilometern Wanderung durch die Schlucht erreicht man die untere Bootsstation. Gegen eine kleine Gebühr von 3 Euro hat man dann die Gelegenheit den nächsten Kahn auf die andere Seite zu nehmen. Die 20 minutige Fahrt ist wirklich sehr amüsant.  Hier begegnet man beispielsweise die kleinere Ausführung der Niagarafälle, sieht Krokodile, Schlangen und andere Abbildungen in den Steinformationen 😉

Im Jahr 1889 wurde der Wanderweg auf Anweisung von Fürst Edmund Clary Aldringen angelegt um den Tourismus in der Region anzukurbeln. Läuft man den Weg ein Stück weiter, hat man die Möglichkeit bis zum Prebischtor wandern. Ich entschloss mich den Fluss weiter entlang zu laufen, bis ich zur nächsten Bootstation gelangte. Von dort aus kehrte ich um und lief den Weg zurück Richtung Parkplatz. Es war eine wirklich schöne Wanderung. Vor Allem so ganz allein durch die herbstliche Gegend. Ein toller Ort um abzuschalten und Kraft zu tanken.