Kambodscha

Ambitioniert von dem Ziel die größte Tempelstätte der Welt zu sehen, reisten Jan und ich von Thailand nach Kambodscha. Das Land hat mich sehr nachdenklich gestimmt, da der Krieg erst gut 50 Jahre her ist. Inzwischen wieder Normalität im Alltag eingetreten, doch das Land erholt sich nur langsam.

In Thailand bekamen wir die Nummer eines Tuk Tuk Fahrers. Sein Name war Peter und er begleitete uns die gesamte Zeit in Siem Reap. Peter gab uns einen Einblick in die Geschichte des Landes und das Leben der Leute. Er zeigte uns neben Angkor Wat und Angkor Tom, noch die Artisans Angkor. In der Skulpturen Werkstatt bekam man einen tollen Einblick in die Arbeit der Kambodschaner. Das soziale Unternehmen bietet jungen Menschen in ländlichen Regionen gute Arbeitsmöglichkeiten. Sie lernen das traditionelle Handwerk und bewahren somit ein Stück Kultur der Khmer.

Peter reiste mit uns in die Vergangenheit und fuhr mit ins zum Landminen Museum. Hier wird die Geschichte von Aki Ra erzählt. Er kennt beide Seiten des Krieges. Während des Krieges musste Aki Ra Minen legen. Nach Beendigung entschied er sich dazu sein Leben dem entschärfen von Minen und Blindgängern zu widmen.

In Kambodscha liegen heute noch schätzungsweise 3 Millionen aktive Minen. Unter anderem aus China, der UdSSR, USA, Frankreich oder auch Deutschland. Es ist wichtig sich mit der Geschichte des Landes auseinander zu setzen und daraus seine Lehre zu ziehen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

Der Eintritt beträgt 5 $ und kommt dem Kinderhilfezentrum zu Gute. Im Landminen Museum leben viele Kinder die auf hauseigene Schulen gehen. Die Schulen geben den Kindern eine gute Vorausetzung, die Zukunft zu gestalten. Mit einer kleinen Spende kann man dort viel erreichen. Ein Besuch lohnt sich!

DIE BERÜHMTEN TEMPELANLAGEN
KAMBODSCHAS

Angkor Wat ist das Nationalsymbol Kambodschas und gehört zum UNESCO Weltkulurerbe. Es ist die größte Tempelanlage der Welt und wurde unter König Suryamvarmanunter König Suryamvarman II im 12. Jahrhundert erbaut. Die Heiligtümer bestehen aus Sandstein und halten ohne jegliche Bindemittel zusammen. Für den Bau wurden die Blöcke mit besonderen Schleifanlagen so bearbeitet, das sie ohne erkennbare Zwischenräume aufeinander gesetzt wurden. Zahlreiche Kanäle dienten den Arbeitern als Transportwege, um riesige Steinbrocken mit Flößen zu transportieren. Die zahlreichen Reliefs an den Wänden erzählen die Geschichten von Kriegszügen, dem Leben am Königshof , Marktszenen oder auch von religiösen oder politischen Taten des Königs.

Zu der Zeit als die Tempelanlagen erbaut wurden, war der Hinduismus noch die Staatsreligion der Khmer. Erst später wurde der Buddhismus zur Staatsreligion im heutigen Kambodscha.

Neben Angkor Wat steht die ehemalige Hauptstadt Angkor Thom. Hinter den Stadtmauern befinden sich unzählige Tempel, die mehr oder weniger gut erhalten sind. Der Bayon Tempel ist eines der Highlights von Angkor Thom. Wer sich die Heiligtümer anschauen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen

Kambodscha

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